Parkett Geschichte
Die Geschichte des Parketts kann klar bis in das 19. Jahrhundert zurückgeführt werden, da in diesem Jahrhundert das erste Patent für einen Parkettboden in den USA angemeldet wurde. Als Erfinder des Parketts gilt der Amerikaner Emil Berliner, der auch die Schallplatte und das Grammophon entwickelt hat.
Es gab jedoch schon im 13. Jahrhundert Vorläufer des heutigen Parketts.
Bereits im 13. Jahrhundert fanden sich schon Holzböden, die generell mithilfe von großflächigen Dielen gestaltet wurden. Hieraus resultiere keinerlei Verlegmuster sonder ein nur sehr geradliniges Erscheinungsbild dieser Böden. Auch wurden zu dieser Zeit ausschließlich Weichhölzer, wie das Holz der Tanne, Fichte und Kiefer für die Gestaltung der Holzböden eingesetzt, wohingegen heutzutage grundsätzlich Harthölzer für das Verlegen eines Parkettbodens verwendet werden.
In 16. Jahrhundert wurden erstmals unterschiedlich lange Dielen eingesetzt.
Erst im 16. Jahrhundert begannen die Tischler für die Gestaltung der Holzböden verschieden lange Holzdielen einzusetzen. Auch wurde das Holz durch das Beizen in dieser Zeit gefärbt, wodurch unterschiedliche Musterungen entstanden, die den heutigen Parkettböden sehr ähnlich waren. Ferner setzten die Tischler zu dieser Zeit erstmals importierte Tropenhölzer für die Holzböden ein, welche eine sehr schöne Maserung aufzeigten.
Diese Vorläufer des Parketts waren sehr teuer.
Da es sich bei der Verlegung dieser Holzböden um ungemein kostspielige Angelegenheiten handelte, blieben diese Parkettvorläufer den hochgestellten Persönlichkeiten, Fürsten und Königen vorbehalten und daher fanden sich diese Bodengestaltungen ausschließlich in Palästen, großen Herrenhäusern und in Patrizierhäusern. Doch sollte es nicht all zu lange dauern, bis sich die Vorläufer des Parketts sehr weit ausbreiteten und sich schließlich durch die Patentanmeldung von Emil Berliner im 19. Jahrhundert endgültig etablierte.